C.S.I. Phänobiota
© Stefan Leitner

C.S.I. Phänobiota

Kindergartenkinder, SchülerInnen im Bezirk Liezen erforschen mit Hilfe von ExpertInnen die phänologische Entwicklung von invasiven Neophyten unter dem Einfluss des Klimawandels. Die Beobachtungen werden genutzt, um das Neophytenmanagement in der Region effizienter zu machen. Die Projektergebnisse haben damit nicht nur pädagogischen Wert, sondern auch einen greifbaren ökologischen Nutzen.

C.S.I. steht für "Climate Science Investigation". Phäno bedeutet "Erscheinung im Jahresverlauf", Neobiota bezeichnet alle nichtheimischen Tiere und Pflanzen. 

Forschen mit pflanzlichen Neuankömmlingen aus aller Welt

In einem europaweit erstmaligen Ansatz erforschen und dokumentieren SchülerInnen im Bezirk Liezen die phänologische Entwicklung von invasiven Neophyten unter dem Einfluss des Klimawandels. Mit Hilfe von Fachleuten entwickeln und testen sie moderne, mehrsprachige Feldforschungsinstrumente und Bildungstools und setzen damit den Grundstein für ein langfristiges, bundesweites Citizen Science Netzwerk. Die Beobachtungen werden genutzt, um das Neophytenmanagement in der Region, gestützt durch phänologische Informationen, effizienter zu machen. Die Projektergebnisse haben damit nicht nur pädagogischen Wert, sondern auch einen greifbaren ökologischen Nutzen.

c NUP Eisenwurzen Gruppenfoto der VertreterInnen des Projektkonsortiums beim KickOff in St. GallenIn C.S.I. PhänoBiota erforschen Kindergartenkinder und SchülerInnen aus allen Schulstufen im Bezirk Liezen gemeinsam und auf Augenhöhe mit WissenschaftlerInnen die spannende phänologische Welt von Neophyten. Ausgerüstet mit umfassenden, altersgerecht aufbereiteten Forscherutensilien beobachten und dokumentieren sie die phänologischen Phasen von ausgewählten Pflanzenarten im Jahresverlauf, stellen diese in Bezug zum Klima und lernen, daraus fachliche Schlüsse zu ziehen. Ein Großteil der Materialien wird in C.S.I. PhänoBiota gemeinsam mit den SchülerInnen erarbeitet. So entsteht beispielsweise eine NawiTech-Forscherbox für Kindergartenkinder, um bereits unseren jüngsten TeilnehmerInnen die Projektschwerpunkte spielerisch und mit allen Sinnen zugänglich zu machen. Im Girls only!-Programmierkurs entwickeln Schülerinnen eine einfache Citizen Science App zur Dokumentation der phänologischen Entwicklung von Neophyten, die im Projekt auch gleich tatkräftig in den Einsatz kommt. Mit Hilfe der App sollen auch Eltern, Großeltern, Geschwister und andere interessierte Citizen Scientists dazu angeregt werden, am Projekt mitzuforschen und ihre phänologischen Beobachtungen mit uns zu teilen. Mit den gesammelten Daten werden am Ende des Projektes für alle teilnehmenden Schulklassen phänomenale Drehscheiben gebastelt, mit deren Hilfe unsere NachwuchforscherInnen die jährliche Entwicklung der Neophyten in ihrer Region prognostizieren können. 

Darüber hinaus haben die SchülerInnen die Möglichkeit, eigene wissenschaftliche Fragestellungen, die sie zum Thema brennend interessieren, zu erarbeiten und unter die Lupe zu nehmen.

Die jungen ForscherInnen begleiten im Projekt den gesamten Prozess von der Planung, Entwicklung und Durchführung der phänologischen Datenerhebung, bis hin zur Datenauswertung und Anwendung der gewonnen Erkenntnisse. Sie helfen auch aktiv bei der Kommunikation ihrer Ergebnisse mit.

Passend zum Thema kommen unsere ExpertInnen auch in die Schule und vermitteln spannende Einblicke in ihre Berufe. SchülerInnen besuchen Forschungstreibende in der Region und knüpfen wertvolle Kontakte für die Zukunft.

Interessierte SchülerInnen haben die Möglichkeit, vorwissenschaftliche Maturaarbeiten zum Thema zu verfassen und dabei eng mit unseren ExpertInnen zusammenzuarbeiten. 

Projektziele


  • Themenkomplex "Neophyten-Klimawandel-Phänologie" hilft, Kinder und Jugendliche für Forschung und Innovation zu begeistern.
  • Zusammenhänge zwischen Pflanze, Umwelt und Klima werden in interdisziplinären Aktivitäten erforscht.
  • Eigene Forschungsfragen werden formuliert und Zugänge zu NawiTech-Forschungstreibenden in der Region ermöglicht.
  • Einblicke in verschiedene Ausbildungszweige und Berufe (für SchülerInnen und Eltern)
  • Rolle von Migrationskindern im Projekt stärken (besondere Aufgaben, welche nur sie mit ihren mehrsprachigen Kompetenzen lösen können)
  • geschlechtersensible Umsetzung des Projekts (z. B. Mädchen werden für männerdominierte Fachbereiche begeistert – Girls only! Programmierkurs etc.)
  • Eltern, Großeltern, Geschwister und andere interessierte Citizen Scientists aktiv ins Projekt einbinden und für die gemeinsame Forschung begeistern

Projektgesamtleitung

Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen GmbH
Markt 35
8933 St. Gallen
03632 / 77 14
naturpark@eisenwurzen.com
www.eisenwurzen.com

Projektpartner

Regionalmanagement Bezirk Liezen

Berg- und Naturwacht Steiermark

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik

Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein

 

Mit Unterstützung vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie  sowie die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) mit dem Förderschwerpunkt Talente regional.

1200px BMK Logo srgb.svgffg logo de

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