Klima und Energie

Klima und Energie

Für eine nachhaltige Klima- und Energiepolitik gibt die Klima- und Energiestrategie Steiermark 2030 (KESS 2030) den Rahmen vor. Sie beschreibt, wie die Treibhausgasemissionen reduziert, der Anteil von erneuerbaren Energieträgern erhöht und die Energieeffizienz gesteigert werden kann. Zusätzlich geht es darum, wie Energie sicher und leistbar zur Verfügung gestellt werden kann.

© Ernst Nussbaumer

Der Klimawandel betrifft insbesondere alpine Regionen

Österreich ist mit seinen alpinen Regionen bereits heute stärker vom Klimawandel betroffen als andere Regionen der Erde. Um anhand des Wintertourismus, der ein bedeutendes wirtschaftliches Standbein in unserer Region darstellt, ein Beispiel zu geben: durch erhöhte Temperaturen sind Schneemangel und gleichzeitig auch Einschränkungen im Bereich von künstlichen Beschneiungsmöglichkeiten zu erwarten. Das bringt die Herausforderungen mit sich, die in den Tourismusstrategien zu berücksichtigen sind.

Ein gemeinsames Ziel: die Reduktion der Erderwärmung

Um aus dem Klimawandel resultierende Auswirkungen wie extreme Wetterereignisse (Starkregen, Hagel, Hitzewellen etc.) einzudämmen, haben 175 Staaten der Erde ein Klimaschutzabkommen unterschrieben. Es sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Das Umweltbundesamt schreibt über die Situation des Temperaturanstiegs in Österreich:

„In Österreich ist die Durchschnittstemperatur seit dem Beginn der Industrialisierung um rund 2 °C gestiegen (ZAMG). Diese Temperaturerhöhung liegt deutlich über dem weltweit verzeichneten Temperaturanstieg von 0,9°C (IPCC 2014).“

Die Strategien des Landes Steiermark

Das Land Steiermark hat verschiedene Strategien für eine zukunftsfähige Klima- und Energiepolitik erarbeitet. Dazu zählt die Klima- und Energiestrategie Steiermark 2030 (KESS 2030), die beschreibt, wie die Klima- und Energieziele der EU und Österreichs erreicht werden sollen. Zu den acht Schwerpunkten dieser Strategie zählen:

• Abfall- und Ressourcenwirtschaft
• Bildung und Lebensstil
• Energieaufbringung und –verteilung
• Gebäude und Siedlungsstrukturen
• Land- und Forstwirtschaft
• Mobilität
• Vorbildfunktion öffentlicher Bereich
• Wirtschaft und Innovationen

Diese Schwerpunkte werden im Aktionsplan 2019-2021 mit Maßnahmen und konkreten Umsetzungsschritten zum Erreichen der Ziele hinterlegt. Dabei wird auch die Budgetwirksamkeit jeder Maßnahme betrachtet. Auf Grund von laufenden technologischen Neuerungen wird der Aktionsplan alle drei Jahre überarbeitet.

Des Weiteren gibt es die Klimawandelanpassung-Strategie Steiermark 2050, die ebenso Maßnahmen zur Klimawandelanpassung für unterschiedliche Bereiche empfiehlt.

Die Landesstrategie Elektromobilität Steiermark 2030 setzt konkret auf zwei Schwerpunkte: die Stärkung des Umweltverbundes (darunter versteht man die Nutzung des öffentlichen Verkehrs und die Stärkung des Rad- und Fußverkehrs) und den Umstieg von fossilen auf strombasierte Antriebe.

Die Strategien des Region Liezen

Auch auf regionaler Ebene gibt es Strategien, um einen Beitrag zur Erreichung der Klima- und Energieziele zu leisten.

Der Regionalvorstand hat im Jahr 2011 die Energiestrategie Bezirk Liezen beschlossen. Darin ist festgehalten, dass der Bezirk Liezen langfristig energieautark werden soll. Das bedeutet, dass es eine Ausgewogenheit zwischen Energiebedarf und Produktionspotenzial (also was in der Region produziert werden kann) geben und vorhandene Energieträger in der Region optimal und effizient genutzt werden sollen.

Auch im Regionalen Entwicklungsleitbild 2014+ wurde die Energieautarkie des Bezirkes Liezen als strategisches Ziel der Regionalentwicklung festgehalten. Um dieses Ziel zu erreichen ist es notwendig, dass mit den Energie- und Rohstoffen sparsam umgegangen wird und die nachwachsenden Rohstoffe, die verwendet werden, aus der Region kommen und dadurch die Wertschöpfung in der Region verbleibt.

Klima und Energie

  • ressourcenschonender und effizienter Umgang mit regionalen Energie- und Rohstoffen
  • Steigerung der regionalen und erneuerbaren Energiepotenziale
  • Stärkung der regionalen Energieversorgung
  • Nutzung von Wasserkraft, Sonnenenergie und Biomasse um die Abhängigkeit der Region von fossilen Energieträgern zu reduzieren

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Martin Gebeshuber, MA
Martin Gebeshuber, MA Projektmanagement
Um das Ziel einer energieautarken Region zu erreichen, ist eine nachhaltige und optimale Nutzung der heimischen Energie und Ressourcen notwendig. Zur Umsetzung einzelner Maßnahmen, die dazu dienen, dieses Ziel zu erreichen, kümmern wir uns gemeinsam mit den Gemeinden der Region.
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