Mobilitätsmanagement

Mobilitätsmanagement

Die zentrale Aufgabe ist, Bewusstsein für alternative und klimaverträgliche Mobilitätsangebote abseits des motorisierten Individualverkehrs zu schaffen und entsprechende Projekte auszuarbeiten bzw. umzusetzen.

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Der Regionale Mobilitätsplan

Mit dem Projekt Mobilitätsmanagement, das 2018 geschaffen wurde, setzt die Region die Empfehlungen aus dem Regionalen Mobilitätsplan (RMP) um und versucht, die derzeitige Verkehrssituation zu verbessern. Der Regionale Mobilitätsplan baut auf den landesverkehrspolitischen Leitlinien und Zielen auf und schlägt Maßnahmen vor, um das Straßen-, Bahn- und Busnetz auf regionaler Ebene zu verbessern.

Verbesserung von individuellem und öffentlichem Verkehr in der Region Liezen

Im Bezirk gibt es mit Liezen ein regionales Zentrum und mit Bad Aussee, Gröbming, Schladming und St. Gallen vier regionale Nebenzentren. Das Vorhandensein und die Erreichbarkeit dieser fünf Zentren sowohl für den motorisierten Individualverkehr als auch für den öffentlichen Verkehr ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Region.

Die Österreichische Raumordnungskonferenz sagt, dass die Menschen ein regionales Zentrum mit dem Auto (bzw. dem motorisierten Individualverkehr) oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb von 30 Minuten, ein überregionales Zentrum innerhalb von 50 Minuten erreichen können sollen.

Gemäß diesen Vorgaben gibt es in Bezug auf den motorisierten Individualverkehr gute Nachrichten: Im Bezirk Liezen kommen 98,6% der Menschen innerhalb von 30 Minuten mit dem Auto entweder nach Bad Aussee, Schladming, Gröbming, Liezen oder St. Gallen. Das ist über dem österreichischen Durchschnitt, der bei 97,3% liegt. Mit dem öffentlichen Verkehr schaffen das aber im Bezirk Liezen nur 63,8% der Bevölkerung. Österreichweit sind das mehr, nämlich 72,4%. Daraus zeigt sich für den Bezirk Liezen ein Aufholbedarf beim öffentlichen Verkehr: zu regionalen Zentren dauert es im Schnitt 47% und zu überregionalen Zentren um 34% länger als mit dem motorisierten Individualverkehr.

Erreichbarkeit überregionaler Zentren

Anders sieht es hingegen bei der Erreichbarkeit der überregionalen Zentren (Salzburg, Linz, Wels und Steyr sowie Leoben) aus: nur 2,5% der Bevölkerung Liezens erreichen innerhalb von 50 Minuten mit dem Auto ein überregionales Zentrum (wobei es hier große Unterschiede innerhalb der Region gibt). Mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind es überhaupt nur 1,1% der Bevölkerung, die innerhalb von 50 Minuten ein überregionales Zentrum erreichen können.

Der öffentliche Personennahverkehr im Bezirk Liezen (ÖPNV)

Die beiden Haupttäler des Bezirks, das Ennstal und das Paltental, sind relativ gut an den öffentlichen Personennahverkehr (z.B. Ennstalbahn und Phyrnbahn) und das höherrangige Straßennetz (z.B. A9 und B320) angebunden.

Abseits der Haupttäler ist das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln wenig attraktiv und deckt die Mobilitätserfordernisse der Menschen immer weniger ab, wodurch der motorisierte Individualverkehr zunimmt.

Der motorisierte Individualverkehr im Bezirk Liezen (MIV)

Der motorisierte Individualverkehr verzeichnet laut Regionalen Mobilitätsplan (RMP) der Region Liezen verzeichnet im Vergleich zum Umweltverbund mit 70% den höchsten Anteil von allen Wegstrecken (z. B. Arbeit, Einkauf, Hol- und Bringdienste), die mit unterschiedlichsten Verkehrsmitteln zurückgelegt werden können.

Im Hinblick auf die Umwelt- und Klimaziele der EU, die für die Mitgliedsländer bindend sind, ist es notwendig, den motorisierten Individualverkehr auf umweltverträgliche und ressourcenschonende Mobilitätsformen zu verlagern.

Seitens der Region wird diesbezüglich an unterschiedlichen Maßnahmen gearbeitet: der Umsetzung eines Mikro-ÖV-Systems, der Entwicklung einer regionalen Mobilitäts-App, der Erstellung eines Gesamtkonzepts der Österreich Radroute Ennsradweg „R7“ sowie die Weiterführung der Saturday Nightline.

All diese Maßnahmen haben ein Ziel: den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren und der Bevölkerung eine klimaschonende und umweltfreundliche Mobilitätsformen zu ermöglichen.

Mobilitätsmanagement


  • Regionaler Mobilitätsplan als Grundlage für das Regionale Mobilitätsmanagement
  • Reduktion des motorisierten Individualverkehrs
  • Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs im Bezirk, sowie umweltverträglicher und ressourcenschonender Mobilitätsformen

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Martin Gebeshuber, MA
Martin Gebeshuber, MA Projektmanagement
Der hohe Anteil an klimaschädlichen Personenkraftfahrzeugen macht es notwendig, die Mobilität neu zu denken. Mit innovativen Mobilitätsansätzen (z.B. Sharing-Angeboten) soll das klassische Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln vernetzt und aufgewertet sowie der motorisierte Individualverkehr reduziert werden.
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