Masterplan Breitband

Masterplan Breitband

Eine bestmögliche Versorgung ländlicher Regionen mit ultraschnellem Internet wird in den nächsten Jahren der entscheidende Wettbewerbsfaktor sein. Deshalb ist das langfristige Ziel dieses Projekts der sukzessive Ausbau der Glasfaserinfrastruktur im Bezirk Liezen.

© MRK Media AG

Zukunftsweisende Infrastruktur für die Anforderungen der Digitalisierung schaffen

Topmoderne Infrastruktur für schnelles Internet ist insbesondere für ländliche Regionen zukünftig ein Muss und wird ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein. Die Technologien der Zukunft machen diese Infrastruktur sowohl im unternehmerischen wie auch im privaten Sektor zur Notwendigkeit, um vorne mit dabei zu sein. In der Regionalentwicklung wurde dafür ein Masterplan erarbeitet.

Für Unternehmen, die in ländlichen Regionen einen Standort aufbauen bzw. halten wollen, ist eine stabile Kommunikationsinfrastruktur zentral. Aber auch abseits der Arbeitswelt wird eine schnelle Internetverbindung unabdingbar sein, wie eine in der Breitbandstrategie des Bundes zitierte Studie zeigt:

„Seitens des deutschen wissenschaftlichen Instituts WIK-Consult wurde die künftige Privatkundennachfrage nach hochbitratigem Breitbandinternet im Jahr 2025 im Rahmen eines Projektes für das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) untersucht. Haupterkenntnis der Studie ist, dass im Jahr 2025 bereits rund 75 Prozent aller Haushalte in Deutschland nach Bandbreiten von über 500 Mbit/s im Downstream und von über 300 Mbit/s im Upstream nachfragen werden.“  (aus der Breitbandstrategie 2030 des BMVIT, S. 15)

Eine flächendeckende Versorgung ländlicher Regionen mit ultraschnellem Internet – also einer Glasfaserinfrastruktur – in den nächsten Jahren der entscheidende Wettbewerbsfaktor sein:

„Eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur ist die Grundvoraussetzung für den Einsatz digitaler Technologien. Derzeit besteht eine digitale Versorgungskluft zwischen Ballungsräumen und peripheren Räumen. Viele ländliche Regionen sind derzeit durch einen fehlenden oder unzureichend leistungsfähigen Internetanschluss in ihrer Wettbewerbsfähigkeit benachteiligt.“  (aus dem 15. Raumordnungsbericht der Österreichischen Raumordnungskonferenz 2018, S. 2018)

Die Strategien von Land Steiermark, dem Bund und der EU

Deshalb unterstützen das Land Steiermark, der Bund und die EU die Errichtung einer Breitband- oder Glasfaserinfrastruktur, die neben Strom-, Wasser-, Kanal- und Straßennetzen zur „Standardausstattung“ einer Region gehören sollte.

Mit höheren Bandbreiten können nämlich größere Mengen an Daten an den Empfänger geleitet werden. Das kann man mit einer Autobahn vergleichen: je breiter diese ist, desto mehr Verkehr kann zur gleichen Zeit auf der Strecke fahren. Genauso ermöglicht ein Glasfaserkabel höhere Bandbreiten für den Datentransport und kann die Daten stabil und weitestgehend ohne Qualitätsverluste an den Empfänger transportieren.

In der Steiermark gibt es die Breitbandstrategie „Highway 2020“. Mit dieser Strategie will die Steiermark bis 2022 alle Gemeinden mit Glasfaserzugangspunkten versorgen, die 100 Mbit/s Download erlauben. Damit wird die Kluft zwischen den gut versorgten Ballungsräumen und den ländlichen Räumen kleiner und letztere wettbewerbsfähiger.

Erste Schritte für den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur in der Region

Im Bezirk Liezen sind die Gemeindezentren oft ausreichend mit Breitbandinternet versorgt, blickt man aber über die Gemeindegrenzen hinweg, ist der Versorgungsgrad mit Breitband verbesserungswürdig.

Deshalb ist es das Ziel des Projekts „Masterplan Breitband“, die ersten Schritte für einen Ausbau der Glasfaserinfrastruktur für die rund 31.000 Gebäude in der Region Liezen zu setzen.

Das beinhaltet die Erstellung eines Plans, um einen Überblick über das FTTH-Netz und zugleich eine grobe Kostenübersicht zu erhalten. Dieser Plan liefert auch eine Ausbaustrategie für den Bezirk. Dazu zählt u.a. eine Priorisierung von Ausbaugebieten, die sich aus verschiedenen Kriterien wie der Nähe zur Blackhole-Trasse oder den Kosten pro Nutzungseinheit (einem Haushalt oder einem Unternehmen) ergeben. Aufbauend auf diese Netzplanung wird dann ein Businessplan erstellt.

Das gesamte Projekt wird in enger Abstimmung mit der Steirischen Breitband- und Digitalinfrastrukturgesellschaft (SBIDI) abgewickelt, um eine kooridinierte Vorgehensweise innerhalb der Steiermark zu gewährleisten.

Dieses Projekt wird aus den Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

Zeitplan: 02/2018 bis 12/2020
Gesamtsumme: 312.400 €
Fördersumme EFRE: 187.440 €

Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at

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Masterplan Breitband

  • bestmögliche Versorgung der Region mit Glasfaserinfrastruktur
  • Schaffung neuer wirtschaftlicher Chancen für Haushalte und Betriebe
  • Erhöhung der Standortqualität und Steierung der Attraktivität der Region

Links

Martin Gebeshuber, MA
Martin Gebeshuber, MA Projektmanagement
Eine zukunftsfähige Kommunikationsstruktur - Glasfaserinfrastruktur - ist speziell für den ländlichen Raum essentiell, um die Standortnachteile gegenüber Ballungsräumen ausgleichen zu können.
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