Naturpark Sölktäler

Naturpark Sölktäler © A. Langbrucker

Nachhaltiger, sanfter Tourismus und Naturschutz sind zentrale Anliegen, die im Naturpark Sölktäler gelebt werden.

Der Naturpark Sölktäler – ursprünglich und erholsam

Der Naturpark Sölktäler umfasst zwei langgestreckte Täler in den Niederen Tauern. Das Große Sölktal führt zum Sölkpass, dem höchsten Pass auf 1.788 m. Im hinteren Teil des kleinen Sölktales liegt der Schwarzensee, der größte der vielen Seen der Region. Von Stein an der Enns mit knapp 700 Höhenmetern reicht die Region hinauf bis auf über 2.600 m.

Im Fokus: die Erhaltung der Sölktäler Almen

Der Naturpark Sölktäler ist großteils ident mit dem Gemeindegebiet Sölk. Er wurde 1983 gegründet und umfasst eine Fläche von 288 km², ein Gebiet mit ca. 1.500 EinwohnerInnen. Der Park liegt im Natura 2000 Gebiet Niedere Tauern und beherbergt eine Menge von hier extra ausgewiesenen pflanzlichen und tierischen Schutzgütern. Die Sölk charakterisieren enge Täler, besonders steile Berghänge und besonders viele weiterhin bewirtschaftete Almflächen. Der „Ennstaler Steirerkas“ wird hier noch auf den Almhütten erzeugt. Neben den Kühen werden auch viele Schafe aufgetrieben, die bis in die höchsten Gipfelregionen vorstoßen.

Die Erhaltung der Almen ist nicht einfach, hat aber für Tourismus, Naturschutz und auch für die Regionalentwicklung große Bedeutung. Mit dem Leitsatz "Das Vieh gehört auf die Alm" versucht der Naturpark die Erhaltung der alpinen Weidewirtschaft mit mehreren Maßnahmen zu unterstützen. Kühe und Schafe werden besendert, um sie besser auffinden zu können und ihre Bedeutung für eine kleinstrukturierte alpine Weidelandschaft wird wissenschaftlich erhoben. Urlauber können im Sommer bei der Arbeit auf den Almen mithelfen und sollen so auch für die schwierige Situation der Almbauern sensibilisiert werden.

„Endlich Ruhe“ für Erholungssuchende

Forstwirtschaft und Jagd sind hier wichtige Bewirtschaftungsformen, die aber in dem extremen Gelände große Herausforderungen mit sich bringen.

Der Slogan des Naturparkes „Endlich Ruhe“ gilt noch in den schmalen Tälern. Besucherlenkungsprojekte sollen Erholungssuchende auf die sensiblen Lebensräume und Bedürfnisse der Wildtiere hinweisen. Sie weisen deswegen auch Ruhezonen für diese aus. Daneben werden die bestehenden Wege bestens gepflegt und beschildert, um den Erholungssuchenden eine perfekte Infrastruktur zu bieten. Der Jesuitengarten des Naturparkhauses Schloss Großsölk ist ein Kräuter- und Gemüse Lehr- und Schaugarten mit vielen Veranstaltungen, bei denen altes Wissen von Kräutern und Gemüse vermittelt wird.

Naturpark Sölktäler

  • Gründung 1983
  • Kulturlandschaft: Trogtäler der Niederen Tauern
  • Leitthema: Almen erhalten im Naturpark
  • Leitprodukt: Ennstaler Steirerkas
  • Fläche: 288 km²
  • 1.520 EinwohnerInnen
  • Naturpark-Schulen, ein Naturpark-Kindergarten
  • 5 NaturvermittlerInnen
  • ca. 400 Betten

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Der Naturpark hat große Bedeutung für die Gemeinde und die lokale Bevölkerung. Durch die Instandhaltung und Betreuung der touristischen Infrastruktur und die Angebote für einen „sanften Tourismus“ leistet er einen wesentlichen Beitrag zur Regionalentwicklung. Zusätzlich bringt er Naturschutzaufgaben mit den Anliegen der Grundeigentümer, Alm-, Land- und Forstwirtschaft und der Jagd in Einklang.
        Bgm. Werner Schwab

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