Menu

Wirtschaft & Bildung

Stärkefeld: Wirtschaft

„Von der Regionalität zur Globalität!"
„Von der Globalität zur Regionalität!"

Die Entwicklung von regionalen Wirtschaftsstandorten wird zunehmend anspruchsvoller. Einerseits reicht die Bereitstellung von aufgeschlossenen Flächen heute nicht mehr aus, um ein attraktives Angebot für die Betriebe zu setzen. Standorte stehen hier in nationaler und internationaler Konkurrenz gegenüber. Andererseits sind regionale und raumordnungspolitische Aspekte ua. im Hinblick auf Expansionen von Unternehmen und räumlichen Entflechtungen zu beachten. Strategien diesbezüglich sollten künftig nicht mehr nur auf Gemeinde-, sondern auch auf regionaler Ebene geklärt werden.

Künftig sollen im Bezirk Liezen entsprechende Initiativen im Sektor der Standortentwicklung eingeleitet und verfolgt werden. Aufgrund der unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen und topographischer Verhältnisse müssen teilräumliche Schwerpunkte gesetzt werden. Das Ergebnis soll eine „Standortstrategie Liezen 2025" sein.

 

Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Erhöhung der Wertschöpfung

Angesichts der immer stärker werdenden Bedeutung der Zusammenarbeit und Vernetzung regionaler Wirtschaftsbetriebe, sollen künftig Maßnahmen gesetzt werden, welche die regionalen Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Handeln positiv beeinflussen. Dies wird wiederum für die Bevölkerung eine Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen zur Folge haben. Insbesondere durch verstärkte Zusammenarbeit von Gewerbe- und Industriebetrieben mittels eines entsprechenden B2B-Netzwerks (Netzwerk zwischen Unternehmen) und durch Förderung bestehender Industrie-, Klein- und Mittelstandsunternehmen, sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die auch vermehrt zu Neugründungen in den Sektoren Technologie und Kreativwirtschaft führen. Um den Herausforderungen der Globalisierung aktiv zu begegnen, ist die Vernetzung vorhandener Wirtschaftsbetriebe untereinander und eine damit einhergehende Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit unerlässlich. Denn nur diese hat letztlich die Erhöhung der Wirtschaftskraft wie auch der Wettbewerbsfähigkeit zur Folge. Die regionalen Netzwerke und konkreten Marketingmaßnahmen sollen künftig eine Imagestärkung des Standorts (sowohl im Innen- als auch im Außenbereich), wie auch die Erhöhung der regionalen Wertschöpfung bewirken und so EntscheidungsträgerInnen die Weiterentwicklung standortbezogener Strategien und Maßnahmen ermöglichen.

 

Potenzial der IT- und Kreativunternehmen

Bisher galten Städte als der beste Platz für IT- und KreativunternehmerInnen. Künftig sollen unter anderem durch eine Optimierung der Kommunikationsinfrastruktur - dies insbesondere im Bereich der Breitbandversorgung mit den erforderlichen Datenraten1 - speziell der ländliche Raum für Firmen-Neugründungen attraktiviert werden. Dies würde unterstützt durch die Gewährleistung schneller Kommunikationsmöglichkeiten, gesicherter Erreichbarkeit sowie die Nutzung des Potenzials regionaler Ausbildungsstätten.

Dass die ökonomische Bedeutung der Kreativwirtschaft enorm ist, bestätigt auch der Fünfte Österreichische Kreativwirtschaftsbericht der von der creativ wirtschaft austria der WKÖ herausgegeben wurde. Bereits jedes zehnte Unternehmen in Österreich gehört der Kreativwirtschaft an, was österreichweit gesehen über 38.400 Unternehmen mit rund 130.400 Beschäftigten darstellt.

IT- und Kreativwirtschaftsunternehmen wären an sich mobil. Betrachtet man den Bereich der Kreativwirtschaft, könnten rund 52 % ortsunabhängig arbeiten. Laut oben erwähntem Kreativwirtschaftsbericht2 zählen zu den wichtigsten Ansiedelungsgründen:

  • Nähe zum Wohnort
  • Lebensqualität
  • Angemessene Mietpreise
  • Infrastruktur und Absatzmarkt

 

Die IT- und Kreativwirtschaft im Bezirk Liezen zu stärken, soll à la longue den zunehmenden Abwanderungstendenzen junger Menschen entgegenwirken und sich kulturell wie ökonomisch auszahlen.

Sicherung der Kaserne Fliegerhorst Fiala-Fernbrugg
Die Kaserne Fliegerhorst Fiala-Fernbrugg ist einer der größten Dienstleistungsbetriebe im Bezirk Liezen. Diese immense Bedeutung als Wirtschaftsfaktor verpflichtet zur Erhaltung des Standortes.

1 Arbeitsprogramm der österreichischen Bundesregierung 2014 - 2018, Seite 21
2 Online: http://www.creativwirtschaft.at/document/5KWB-web_2.pdf; abgerufen am 16.05.2014

 

Stärkefeld: Bildung

Allgemeines

Bildung bezeichnet die Formung des Menschen im Hinblick auf sein „Menschsein", seiner geistigen Fähigkeiten. Der Begriff bezieht sich sowohl auf den Prozess („sich bilden") als auch auf den Zustand („gebildet sein").
Der Grundstein einer demokratischen Gesellschaft ist die Chancengleichheit in der Bildung, da sie in einem besonderen Maße über selbstbestimmte Teilhabe an der Gesellschaft und Lebenschancen
entscheidet.
Bildung eröffnet die Möglichkeit, persönliche Interessen und Bedürfnisse zu erkennen, zu formulieren und sich an der Entwicklung und Gestaltung der Gesellschaft aktiv zu beteiligen. Jeder Mensch muss die Chance erhalten, sich zu orientieren und sich kritisch mit politischen und sozialen Fragen auseinandersetzen zu können.

 

Erweiterung und Sicherung der regionalen Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote im Bezirk Liezen

Maßnahmen sind in der Nachhaltigkeit bei Wachstum und Beschäftigung zu treffen, zumal diese Bereiche die regionale Gesamtstrategie bilden. Nicht zuletzt durch gezieltes Schnittstellenmanagement soll künftig ein bedarfsgerechter Zugang zu Angeboten in den Sektoren der Beschäftigung, Berufs- und Bildungsorientierung in allen Lebensphasen der Lernenden geschaffen werden. Dies kann in weiterer Folge auch durch die transparente Darstellung der regionalen Ausbildungs-, Lehrstellen-, bzw. Jobangebote gewährleistet werden (vorhandene Ansätze wie zB die Berufsfindungsmesse „JobMania" sollen weiterhin gestärkt werden).

Dies unter Berücksichtigung der jeweiligen Rahmenbedingungen sowie der Sicherung und Weiterentwicklung regionaler Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote.

Insbesondere die existenzsichernde Beschäftigung muss sichergestellt werden. Schließlich soll dadurch auch den Herausforderungen der demografischen Entwicklungen und der sich rasch ändernden Arbeitswelt entgegengewirkt werden.

 

„Weg vom Lernen müssen - hin zum Lernen dürfen!"

Seitens der regionalen Wirtschaft wird ein starker Handlungsbedarf an einer verbesserten Ausbildung bzw. Qualifikation von Jugendlichen registriert. Da bildungsferne Personen meist auch arbeitsmarktfern sind, sollen neue regionale Aus- und Weiterbildungskonzepte das allgemeine Bildungsniveau verbessern. Einerseits um die Chancen am Arbeitsmarkt zu steigern, andererseits um den Unternehmen fachspezifisch bestens ausgebildete Kräfte anzubieten. Diesbezüglich ist auch die duale Ausbildung - nicht zuletzt auf Grund der Kombination fachtheoretischer Wissensvermittlung mit praxisorientierter Ausbildung - zu fördern. In Zukunft sollen vor allem auch durch berufs- und karenzbegleitende Ausbildungskonzepte die Mitarbeiterpotenziale besser genutzt bzw. aufgewertet werden. Um den Arbeitsmarkt im Bezirk Liezen langfristig zu sichern, ist auch die Bestandssicherung der AMS-Stellen von großer Relevanz.

 

Bewusstseinsbildung und Netzwerkmanagement

Die Bewusstseinsbildung (Stärkung des Imageaufbaus von Lehrberufen) ist auch künftig ein strategisch bedeutsamer Faktor. Durch gezieltes Netzwerkmanagement – vor allem bei Forschung & Entwicklung - sollen vermehrt Kooperationen zwischen Ausbildungseinrichtungen und Betrieben geschaffen werden. Engpässe an qualifizierten Fachkräften würden dezimiert und damit in weiterer Folge auch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gesichert werden. Unternehmensbezogene Projekt- und Diplomarbeiten sollen enge Kooperationen mit der heimischen Wirtschaft und einen optimalen Wissenstransfer von Bildungseinrichtungen und Unternehmen gewährleisten.

Weiters muss in Zukunft darauf geachtet werden, das Potenzial der mehrsprachigen MigrantInnen sowie der Generation 50+ zu erkennen und zu nutzen.

Wie im Kapitel „Wirtschaft" bereits eingehend erläutert, soll sich der Bezirk Liezen neben dem Sektor der Kreativwirtschaft auch auf die 15 technischen Bereiche fokussieren. Ein optimales Bildungsangebot, was nicht zuletzt durch den Ausbau der technischen Ausbildungsstätten (HTL, UZR, LFZ Raumberg-Gumpenstein) und den Aufbau von tertiären Ausbildungsstrukturen in diesem Sektor gewährleistet werden kann, ist in Zukunft unumgänglich. Nur so wird der Bezirk als zugkräftiger Bildungs- und Wirtschaftsstandort langfristig bestehen können.

 

Lebenslanges/lebensbegleitendes Lernen

Der Begriff des lebenslangen bzw. lebensbegleitenden Lernens umfasst:

„Alles Lernen während des gesamten Lebens, das der Verbesserung von Wissen, Qualifikationen und Kompetenzen dient und im Rahmen einer persönlichen, bürgergesellschaftlichen, sozialen, bzw. beschäftigungsbezogenen Perspektive erfolgt".3

Darunter kann das Lernen – über die gesamte Lebensspanne – also von der Kindheit bis ins Alter – verstanden werden, andererseits aber auch die alltäglichen Lernerfahrungen der Menschen. Das „Lebenslanges Lernen" ist also nicht nur ein Aspekt von Bildung bzw. Berufsbildung, sondern ein allgemeines Grundprinzip, wodurch auch die Weiterbildung für Erwachsene zu einem wesentlichen Teil des lebensbegleitenden Lernens wird.4

Die österreichische Bildungspolitik hält sich in ihren Aussagen an die Definition der EU. In der aktuellen Strategie zum lebensbegleitenden Lernen LLL:2020 wird daher von einem alle Lernbereiche und Lernformen umfassenden Begriff ausgegangen. Integriert sind strategische Vorhaben in der Ausbildung, der Erwachsenenbildung, am Arbeitsmarkt, der sozialen Teilhabe und Integration. In der Bildungspraxis und -forschung findet hingegen der Begriff des „Lebenslanges Lernen" häufiger Anwendung.5

Der Bezirk Liezen soll im Sektor „Lebenslanges Lernen" künftig die Entwicklung von Zielsetzungen/Maßnahmen (auf Basis der Landesziele) auf regionaler Ebene stärker vorantreiben. Vor allem in diesem Bereich ist es primäres Ziel, mit Bedarfserhebungen und regionsspezifischen Analysen eine konkrete Handlungsbasis zu definieren. Insbesondere soll künftig durch den Aufbau eines gezielten Schnittstellenmanagements / Netzwerks die An- und Einbindung des Themas „Lebenslanges Lernen" an / in bestehende regionale Entscheidungsgremien gewährleistet werden.

 

3 Mitteilung der Kommission; „Einen europäischen Raum des lebenslangen Lernens schaffen", 2001, 9.
4 Vgl. LLL-Strategie 2011-2015; 2.
5 http://erwachsenenbildung.at/themen/lebenslanges_lernen/was_ist_lll/definitionen.php

Fragen Sie uns!

Sollten Sie weitere Fragen zu unseren Tätigkeitsfeldern haben, dann rufen Sie uns einfach an. Wir geben Ihnen gerne während unserer Geschäftszeiten weitere Auskünfte unter

+43 3612 25970


Unsere Geschäftszeiten:
Montag bis Donnerstag: 08:00 bis 16:00 Uhr
Freitag: 08:00 bis 12:00 Uhr

Registrieren

Um sich Anmelden und Voten zu können, müssen Sie sich zuerst registrieren!
Wenn Sie noch nicht registriert sind, dann klicken Sie bitte HIER.
Sie werden automatisch zur Benutzerregistrierung weitergeleitet.

Anmelden

Wenn Sie bereits registriert sind, dann können Sie sich nachfolgend mit Ihrem Benutzernamen und Passwort anmelden. Einfach die registrierten Daten eingeben und auf "Anmelden" klicken. Alternativ steht Ihnen auch die Möglichkeit zur Verfügung, sich mit Ihrem Facebook Zugang anzumelden. Klicken Sie hierfür auf den Button "Log in with Facebook" und folgen Sie den weiteren Instruktionen.

fb iconLog in with Facebook