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Wirtschaft & Bildung

Stärkefeld: Wirtschaft

„Von der Regionalität zur Globalität!"
„Von der Globalität zur Regionalität!"

Die Entwicklung von regionalen Wirtschaftsstandorten wird zunehmend anspruchsvoller. Einerseits reicht die Bereitstellung von aufgeschlossenen Flächen heute nicht mehr aus, um ein attraktives Angebot für die Betriebe zu setzen. Standorte stehen hier in nationaler und internationaler Konkurrenz gegenüber. Andererseits sind regionale und raumordnungspolitische Aspekte ua. im Hinblick auf Expansionen von Unternehmen und räumlichen Entflechtungen zu beachten. Strategien diesbezüglich sollten künftig nicht mehr nur auf Gemeinde-, sondern auch auf regionaler Ebene geklärt werden.

Künftig sollen im Bezirk Liezen entsprechende Initiativen im Sektor der Standortentwicklung eingeleitet und verfolgt werden. Aufgrund der unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen und topographischer Verhältnisse müssen teilräumliche Schwerpunkte gesetzt werden. Das Ergebnis soll eine „Standortstrategie Liezen 2025" sein.

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Ländliche Entwicklung & Erneuerbare Energie

Stärkefeld: Ländliche Entwicklung

 

„Von der Regionalität zur Globalität"
„Von der Globalität zur Regionalität"

 

Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, muss im Bezirk Liezen in Zukunft – im Sinne eines ganzheitlichen Denkansatzes – verstärkt Augenmerk auf Innen- sowie Außenmarketing gerichtet werden. Dabei wird die Vermarktung der Alleinstellungsmerkmale (USP's des Bezirkes) und Pflege des Images von immanenter Bedeutung sein. Dies im Besonderen um darzustellen, welch hohe Lebensqualität der Bezirk Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Familien bietet. In weiterer Folge sollen damit auch den Unternehmern die Standortvorteile des Bezirk Liezen aufgezeigt werden.

Ebenso muss eine stärkere Bewusstseinsbildung in den Themenbereichen

  • Bekenntnis zum ländlichen Raum und
  • Qualität der heimischen Produkte

 angestrebt werden.

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Soziales & Gesundheit

Stärkefeld Soziales

 

Bewusstseinsbildung und Netzwerkmanagement

Oberstes Ziel im Sektor Soziales stellt die Image- und Bewusstseinsbildung dar.
Es muss darauf hingearbeitet werden, dass ein respektvoller Umgang, soziales Verhalten, Wertschätzung sowie Verständnis unter und mit allen Bevölkerungsschichten (unabhängig von Alter, Geschlecht, Religionszugehörigkeit, gesellschaftlicher Stellung oder Geburtsort) in naher Zukunft selbstverständlich sind.

 

Für sozial benachteiligte Menschen muss die Möglichkeit geschaffen werden, jederzeit am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Ein bestmöglicher Versorgungsgrad im Sektor der Sozialinfrastruktur muss künftig erreicht und gewährleistet werden. Hier sind vor allem die Schaffung und Sicherstellung effizienter Angebote und sozialer Leistungen – unter Berücksichtigung des Kosten/Nutzen-Faktors zu forcieren.

Künftig soll ein gut funktionierendes Netzwerk mit regelmäßigem Informationsaustausch zwischen sozialen Dienstleistern und Einrichtungen die Voraussetzung für eine viel versprechende Versorgung darstellen.

 

Generationenübergreifende Maßnahmen sollen der Isolation einzelner Bevölkerungsschichten entgegenwirken und das Engagement der Älteren stärken. Damit bleiben ältere Personen „am Puls der Zeit" und haben Anteil an der Lebenswelt der nachfolgenden Generationen. Ebenso soll künftig durch gezielte Maßnahmen das „Wissen bzw. die Erfahrung der Älteren" transparenter gemacht werden, damit auch Kinder, Jugendliche und junge Menschen davon profitieren.

Unerlässlich ist künftig auch die Ausweitung des „Daheim-Betreuungs-" und „Daheim-Pflegeangebotes".

 

Eine Verbesserung des Entlassungsmanagements der Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen bzw. eine verstärkte Kommunikation zwischen betreuenden Angehörigen und/oder Sozialeinrichtungen ist hier jedoch Grundvoraussetzung.
Mit sinnvollen Marketingmaßnahmen – unter Einbeziehung eines ganzheitlichen Denkansatzes - muss das Image des sozialen Sektors
aufgebaut und aufgewertet werden. Ebenso wird dadurch das Bild von Frau/Mann als „Familienmanager/in" wie auch der Wissensstand um die „Väterkarenz" verbessert werden.

 

Gewährleistung einer bestmöglichen Infrastruktur

Die Stärkung der Familienstruktur mit einer optimalen work-life-balance (Einklang von Arbeits- und Privatleben) gemeinsam mit Unternehmen und Organisationen ist ein weiteres Ziel. Für diese ergibt sich durch familienfreundliche Strukturen eine geringere Personalfluktuation, zufriedene, motivierte Mitarbeiter; was wiederum einen Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt nach sich zieht.

Ein weiteres Ziel ist die Schaffung eines speziellen Arbeitsmarktes für – am Arbeitsmarkt benachteiligte - Personen. Bedarfsgerechte Strategien und individuell abgestimmte Maßnahmen müssen in Zukunft die dauerhafte Wiedereingliederung in den Beruf und somit in die Gesellschaft ermöglichen.

 

Stärkefeld Gesundheit

 

Bewusstseinsbildung und Gewährleistung einer bestmöglichen Infrastruktur

Zwei Hauptziele umfasst der Plan für den Gesundheitssektor des Bezirkes Liezen:

  • „Bewusstsein schaffen" und
  • Sicherung und kontinuierliche Verbesserung der Gesundheitsinfrastruktur

Durch effizientere Angebote und den Aufbau eines Beratungsnetzwerkes muss eine stärkere Bewusstseinsbildung erreicht werden. Das bedeutet für die Bevölkerung: gesündere Lebensweise, Enttabuisierung gewisser Themenbereiche und weg von Stigmatisierung.

 

Von größter Relevanz ist es, den Übergang

von einer „Reparaturmedizin" zu einer „Präventionsmedizin"

sowohl im physischen, als auch im psychischen Bereich zu bewerkstelligen.

 

Im Zuge der Erstellung eines Gesundheitskonzeptes im Rahmen des Pilotprojektes „Der G'sunde Bezirk Liezen" könnte damit – und auch mit den unzähligen Erholungsmöglichkeiten aufgrund der landschaftlichen Gegebenheiten – Liezen eine Vorreiter-Rolle im Bereich Gesundheit spielen.

Die Gesundheitsförderung soll ein wesentliches Ziel für den Bezirk Liezen in den nächsten Jahren darstellen.
Gesundheit wird dabei in einer ganzheitlichen Sichtweise als körperliches, psychisches und soziales Wohlbefinden definiert, das durch individuelle, soziale und gesellschaftliche Hintergründe beeinflusst wird. Dies soll durch Maßnahmen und Aktivitäten erreicht werden, welche zur Stärkung der Gesundheitsressourcen und -potenziale der Menschen beitragen. Es wird dabei nicht nur Augenmerk auf das Verhalten des Einzelnen, seine Kenntnisse und Fertigkeiten gelegt sondern auch auf soziale und ökonomische Bedingungen.
Zu beachten sind hier einerseits die Prävention, andererseits die Gesundheitsförderung.

 

Die Prävention zielt auf die Vorbeugung und Früherkennung von Krankheiten ab, die Gesundheitsförderung auf die Stärkung der Gesundheit. Speziell dem Thema psychische Belastung muss künftig erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt werden, da die Zahlen der Burnout-Betroffenen, der Burnout-Gefährdeten, wie auch der Frühpensionierungen (ua. aufgrund von Burnout) steigend sind. Wichtig sind hier die entsprechenden Präventionsmaßnahmen sowie die umfassende Aufklärung über Möglichkeiten und Risiken für Gefährdete und Arbeitgeber.

Insbesondere sollen durch die Veränderung der Arbeits-, Umwelt- und Lebensbedingungen bessere Bedingungen für gesundes Leben geschaffen werden. Bedeutend ist die permanente Kooperation und Vernetzung mit allen AkteurInnen innerhalb und außerhalb des Gesundheitswesens (Arbeitgeber, Verbände, Vereine, AkteurInnen des Gesundheitssystems....).

 

Besonders die Bewusstseinsbildung zum Thema Gesundheit muss verstärkt werden. Informationen zu Vorsorgeuntersuchungen sollen der Bevölkerung verstärkt zugänglich gemacht werden damit rechtzeitig vorgebeugt und zeitgerecht behandelt werden kann.
Hierzu kommt auch die Burnout-Prävention bzw. Burnout-Aufklärung, zumal sich Burnout zu einer nicht zu unterschätzenden Gesundheitsgefährdung entwickelt hat.

Auch die betriebliche Gesundheit soll gefördert werden, um Krankheiten am Arbeitsplatz vorzubeugen, einschließlich arbeitsbedingter Erkrankung, Berufskrankheiten, Arbeitsunfälle und Stress. Nur gesunde Arbeitskräfte können optimale Leistungen erbringen, dadurch zu einem gesunden Unternehmen und in weiterer Folge zu einer starken Wirtschaft beitragen.

Weiters soll künftig eine bestmögliche medizinische Versorgung durch

  • Auf-/Ausbau einer zeitgemäßen Gesundheitsinfrastruktur
  • Stärkung und Sicherung der Gemeindeärzte
  • Erweiterung des Facharzt-Angebotes

gewährleistet werden.

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Tourismus & Kultur

Stärkefeld Tourismus

 

Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Ausbau zur touristischen Ganzjahresdestination

Als Tourismusregion Nr. 1 in der Steiermark stellt die Tourismus- und Freizeitwirtschaft einen wesentlichen Schwerpunkt im Bezirk dar. Um diese Position beizubehalten und den Bezirk – insbesondere auch in Hinblick auf die künftigen Klimaveränderungen - als Ganzjahresdestination auf- bzw. auszubauen, sind innovative Strategien von immenser Bedeutung.

„Von der Globalität zur Regionalität!"

 

Um aufzuzeigen, was der Bezirk Liezen in seinen verschiedenen Stärkefeldern anbietet, soll künftig mehr Wert auf Innen- und Außenmarketing gelegt werden.

Aufgabe eines erhöhten Innenmarketings wird die Kräftigung des „Heimat-Gefühls", sowie die „In-Wert-Setzung" bei der regionalen Bevölkerung sein. Das Außenmarketing muss die Neugier der überregionalen Gäste wecken, wie auch die Wettbewerbsfähigkeit am globalen Tourismusmarkt anheben.
Stärkung, Optimierung der Kooperationen und Vernetzungen aller Akteure aus Tourismus, Gastronomie, Kultur und Landwirtschaft sollen dazu ihren Beitrag leisten.

Kleinstrukturierte landwirtschaftliche Betriebe (z.B. Almwirtschaft) sind der Grundstein einer positiven Entwicklung des Tourismus. Eine bestmögliche Stärkung und Förderung dieser Betriebe ist daher unerlässlich.

 

Im Westen des Bezirks soll vor allem der Aktivtourismus – und im Osten der sanfte Tourismus den Schwerpunkt darstellen.
Die Region Schladming-Dachstein ist eine der erfolgreichsten Tourismusregionen Österreichs und somit gemeinsam mit dem Steirischen Salzkammergut ein wesentlicher Wirtschaftsmotor im Bezirk. Darüber hinaus bestehen Potenziale durch den Nationalpark Gesäuse, den Naturpark Sölktäler und den Naturpark Eisenwurzen. In beiden Naturparken finden sich Leitthemen wie die Säumerei und Bergerlebnis, auf den Spuren der Vorfahren, Geologie und Wasser. Leitprodukte sind der Sölker Marmor, der Ennstaler Steirerkas sowie Wassersport und Xeis-Edelwild. Der Bezirk Liezen ist mit den bestehenden Genuss-Regionen Ennstaler Steirerkas, Ennstaler Lamm, Xeis Edelwild und Ausseerland Seesaibling zu einer wahren Genuss Hochburg aufgestiegen.

 

Ein zentrales Aktionsfeld muss für den Bezirk Liezen neben Verbesserung, Schaffung und Erweiterung der touristischen Infrastruktur,
verbesserter Rahmenbedingungen für Mitarbeiter, auch eine erstklassige, tertiäre Tourismus-Ausbildungsmöglichkeit sein.
Begleitend durch eine enge Kooperation mit regionalen Tourismusbetrieben, müssen Aus- und Weiterbildungsangebote (auch berufsbegleitend) in den Bereichen Service, Verwaltung, Marketing und Sprachkompetenz die Qualifizierungsmöglichkeiten der Mitarbeiter stärken. Damit wird der Bezirk Liezen als hochwertiger Bildungsstandort aufgewertet.

Hinkünftig sollen die unterschiedlichen regionalen Stärken, Spezialisierungen und Angebotsprofile im Bezirk besser herausgearbeitet, um dann optimal eingesetzt zu werden.
Schul-, Bildungs-, Kultur- und Kulinarik-Tourismus müssen forciert werden, um die Auslastung regionaler Betriebe auch in den tourismusschwachen Monaten zu erhöhen.

 

Erhöhung der regionalen Wertschöpfung

Um die regionale Wertschöpfungs-Kette zu optimieren, sollte die Veredelung heimischer Rohstoffe forciert und auch touristisch bestmöglich vermarktet werden.

 

Stärkefeld Kultur

Im Sinne des Steiermärkischen Kultur- und Kunstförderungsgesetzes sind kulturelle Tätigkeiten geistige und schöpferische, produzierende und reproduzierende Leistungen sowie die Auseinandersetzung mit ihnen. Sie sind unverzichtbar für die Entwicklung der Gesellschaft, geben ihr und der Wirtschaft wesentliche Impulse und tragen ein starkes Innovationspotenzial in sich.
Die Kultur kann iSd Gesetzes als ein offener, durch Vielfalt und Widerspruch gekennzeichneter gesellschaftlicher Prozess von kultureller
und künstlerischer Produktivität und Kommunikation verstanden werden.

 

Bewusstseinsbildung und Netzwerkmanagement

Im Bereich Kultur muss für den Bezirk Liezen ein Alleinstellungsmerkmal ausgearbeitet werden, um so effizientes, erfolgreiches Innen- und Außenmarketing aktivieren zu können. Von größter Bedeutung sind der Zugang wie auch die Teilnahme an kulturellen Aktivitäten, um langfristig ua. die Förderung einer sozial integrativen Gesellschaft gewährleisten zu können.

Dies bedarf künftig auch

  • einer transparenten Darstellung von Kulturangeboten im Bezirk Liezen,
  • einer Bündelung bestehender Angebote, sowie
  • einer sinnvollen Vernetzung von Kulturträgern untereinander (wie auch mit Tourismus- und Gastronomiebetrieben),

um für alle Beteiligten eine bestmögliche Ausnutzung der vorhandenen Potenziale gewährleisten zu können. Insbesondere ist die Teilnahme an Kulturaktivitäten oder die Mitgliedschaft in Vereinen für den Einzelnen, wie auch für die Gemeinschaft(en) im Bezirk Liezen, ein nicht zu unterschätzendes Mittel zur Überwindung sozialer Ausgrenzung. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist es im Bezirk Liezen künftig von größter Bedeutung, regionale Vereine zu unterstützen, zumal diese als generationsübergreifende Institutionen - hinsichtlich der Bewusstseinsbildung gegenüber regionaler Kulturgüter - eine wichtige Rolle einnehmen.

 

Jugendkultur im Bezirk Liezen

Kinder und Jugendliche haben in vielen Bereichen andere Interessen als Erwachsene. Oft schließen sie sich zu Gruppen – mit unterschiedlichsten Interessen – zusammen, die ihrerseits wiederum Teil der Jugendkultur sind.
Zur Jugendkultur zählen die verschiedensten Szenen: von Musik über Sport bis zu Gruppen, die gegen Teile der Gesellschaft auftreten. Teil der Jugendkultur sind aber auch traditionelle Jugendgruppen, egal, ob diese Jugendorganisationen von politischen Parteien, von Religionsgemeinschaften oder von verschiedenen traditionellen Vereinen getragen werden.

Um bei Kindern und Jugendlichen das Kulturbewusstsein – und damit auch die Regionsverbundenheit – zu stärken bzw. zu verbessern, müssen adäquate Angebote geschaffen und die vermehrte Einbeziehung in die Kulturarbeit gewährleistet werden.

 

Erweiterung und Sicherung der regionalen Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote

Ebenso sind die Qualifizierung von Mitarbeitern aus Gastgewerbe- und Tourismusbetrieben, wie auch die Bewusstseinsbildung hinsichtlich regionaler Kulturgüter und Sehenswürdigkeiten künftig von besonderer Bedeutung.

 

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Querschnittsmaterien

Natur und Landschaft

Ein nachhaltiger Umgang mit unserer Umwelt ist im Bezirk Liezen ein besonderes Anliegen und auch bei der Umsetzung von Projekten in allen Aufgabenbereichen zu berücksichtigen. Nur durch einen nachhaltigen und wertschätzenden Umgang mit der Natur ist gewährleistet, dass auch künftige Generationen diese genießen können. Das zukünftige Planen und Handeln muss darauf ausgerichtet sein, die begrenzt vorhandenen und bedingt regenerationsfähigen Umweltressourcen wie Luft, Wasser, Boden, Klima und Artenvielfalt zu sichern. Der engen Verknüpfung zwischen intakter Umwelt und hoher Lebensqualität soll damit Rechnung getragen werden.

Besonders mit Grund und Boden muss schonend umgegangen werden, da diese Ressource nicht vermehrbar ist. Dem soll auch künftig durch maßvolle und qualitätsorientierte bauliche Entwicklung, sowie durch Sicherung und Vernetzung von Grün- und Freiflächen Rechnung getragen werden. Entscheidend ist dabei die dauerhafte Erhaltung der Funktionstüchtigkeit des Bodens, um diesen für eine vielfältige Lebenswelt zu sichern.

Auch der Umgang mit der Ressource Wasser sollte schonend sein, um den Erhalt eines qualitativ hochwertigen Wassers zu sichern. Besonders die Enns sowie regionale Bäche und stehende Gewässer sind unverzichtbare Lebensräume für eine diversitäre Fauna und Flora und dienen der Bevölkerung nicht zuletzt als abwechslungsreiche Naherholungsgebiete.

Großes Augenmerk muss auf die Luftqualität gelegt werden, weil sie für Mensch und Umwelt unentbehrlich ist. Dies ist besonders in den Bereichen Mobilität, Wirtschaft, Wohnen, Konsum und Entsorgung zu berücksichtigen. Der Bezirk Liezen weist eine erstaunliche Vielfalt an unterschiedlichen Natur- und Landschaftsräumen auf. Diese sollen als Kapital für die Zukunft entsprechend gepflegt und aufgewertet werden. Besonders die Erhaltung der Europaschutzgebiete, des Nationalparks und der Naturparke ist für die Sicherung der Artenvielfalt unumgänglich. Auch als Naherholung und Touristenattraktion haben diese Gebiete eine besondere Bedeutung im Bezirk.

 

Bewusstseinsbildung & regionale Wertschöpfung

Notwendig ist künftig die Bewusstseinsbildung im Bereich des umwelt- und rohstoffschonenden Lebensstils. Abfälle und umweltbelastende Produkte müssen vermieden und umweltverträgliche Produkte und Dienstleistungen bevorzugt werden.
Minderung des Energieverbrauchs, Steigerung der Energieeffizienz und die nachhaltige Nutzung lokal verfügbarer erneuerbarer Energie sollen den Bezirk in den Lebensbereichen Wirtschaft, Mobilität und Wohnen prägen. Dadurch soll die Abhängigkeit von Importen reduziert, die regionale Wertschöpfung gesteigert und ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Die schrittweise ökologische Modernisierung im Bezirk Liezen, die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes steigern und zur Innovationsfähigkeit der Wirtschaft beitragen, was in weiterer Folge die Arbeitsplätze sichert bzw. weitere Arbeitsplätze schafft. Regionale Projekte im Sektor der erneuerbaren Energien, insbesondere zur Wärme- und Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen, sollen stark forciert werden. Eine verstärkte Bewusstseinsbildung zum Thema Reduktion des Stromverbrauches wird auch im privaten Bereich vonnöten sein.

 

Schutzgebiete

Naturschutzgebiete sind weitgehend natürliche oder naturnahe Gebiete, welche sich durch das Vorhandensein schützenswerter Lebensräume bzw. das Vorkommen seltener oder gefährdeter Tier- und Pflanzenarten auszeichnen. Das „Naturschutzgebiet" zählt zu den wichtigsten Kategorien des Flächenschutzes in Österreich. Zum umfassenden Naturschutz zählen der Gebietsschutz, der Artenschutz und die ökologisch nachhaltige Nutzung.

Zweck der Schutzgebiete ist es, die biologische Vielfalt der Natur- und Kulturlandschaften, sowie abiotische Ressourcen zu schützen.
Die Bestimmungen für die Schutzgebietskategorien sind unterschiedlich, wie auch die Auflagen für jedes einzelne Gebiet, die in den jeweiligen Gebietsverordnungen festgelegt sind. In Managementplänen sind die Maßnahmen, die zur Erreichung der Schutzziele nötig sind, vertraglich festgelegt.

Von einer Gesamtfläche von 326.857,89 ha des Bezirks sind 251.555 ha Schutzgebiete was einem Prozentsatz von 76,96 % entspricht
(Ohne „Prädikat" Naturpark) .
Durch die Ausweisung als Schutzgebiet sollen Eingriffe und Beeinträchtigungen in Schutzgüter verhindert werden. Die Land- und Forstwirtschaft sowie Jagd und Fischerei sind selbst in den Schutzgebieten meist „im bisherigen Umfang" gestattet.

 

Schutzgebiete im Bezirk Liezen

Im Bezirk Liezen gibt es folgende Schutzgebietskategorien: Europaschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, Naturschutzgebiet (nach lit. a, b, c), geschützte Landschaftsteile, Nationalpark, Naturpark und Naturdenkmäler

 

Europaschutzgebiete

Europaschutzgebiete sind Gebiete, welche nach den Vorgaben des Programmes NATURA 2000 unter Schutz gestellt sind. Die Umsetzung von NATURA 2000 erfolgt über die EU-Richtlinien Vogelschutzrichtlinie und Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie („FFH-Richtlinie"). In Europaschutzgebieten sind bestimmte Lebensräume sowie Tier- und Pflanzenarten geschützt – für sie muss ein günstiger Erhaltungszustand gesichert werden und Auswirkungen von Flächenwidmungsplänen und Projekten geprüft werden.

 

Landschaftsschutzgebiet

Landschaftsschutzgebiete sollen typische Landschaftsbilder als Erholungsraum für den Menschen erhalten

 

Naturschutzgebiet

Naturschutzgebiete sollen möglichst ursprüngliche oder wichtige Lebensräume für seltene Pflanzen- oder Tierarten erhalten. Die Gebiete dürfen nur auf öffentlichen Wegen betreten werden und jeder menschliche Eingriff ist verboten. Jagd und Fischerei sind aber erlaubt, Wiesennutzung und Pflegemaßnahmen sind unter bestimmten Voraussetzungen gestattet.

 

Naturdenkmal

Als Naturdenkmal werden Wasserfälle, Quellen, Felsbildungen, Bäume, Wiesen oder damit verbundene seltene Lebensräume geschützt. Es dürfen keine Eingriffe oder Veränderungen vorgenommen werden.

 

Naturpark

In den Naturparken stehen vor allem Erholung und Umweltbildung der BesucherInnen im Vordergrund und repräsentieren besonders
charakteristische und erhaltenswerte Kulturlandschaftstypen.

 

Besonders geschützte Höhlen

Höhlen oder Teile von Höhlen können auf Grund ihres naturwissenschaftlichen oder ökologischen Wertes oder ihrer besonderen Ausprägung zu einer besonders geschützten Höhle erklärt werden.

 

Geschützte Biotope

Geschützte Biotope können entweder Lebensräume nach der EU Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie oder Biotoptypen sein, die vom Verschwinden bedroht sind oder nur ein geringes Verbreitungsgebiet haben. Beispiele dafür sind Trockenrasen, Magerwiesen oder Feuchtgebiete. Zur Erhaltung solcher Gebiete werden genau vorgeschriebene Maßnahmen gesetzt und negative Eingriffe verboten.

 

  • 76,96 % der Gesamtfläche des Bezirks sind durch ein oder mehrere Schutzgebietskategorien bedeckt (Ohne „Prädikat" Naturpark)
  • 448.873,79 ha der Bezirksfläche sind ausgewiesene Schutzgebiete unterschiedlicher Kategorien, welche sich überlappen
  • 115.209 ha der Gesamtbezirksfläche sind Europaschutzgebiete
  • Im Bezirk gibt es 101 Naturdenkmäler
  • Sparsamer Umgang mit Grund und Boden
  • Vermeidung der Schädigung des Bodens bei Nutzung Erhaltung der Trinkwasserqualität
  • Konsequente Verbesserung des ökologischen Gewässerzustandes
  • Reduzierung von Luftschadstoffen
  • Schutz und Aufwertung der Lebensräume um Tier- und Pflanzenvielfalt zu sichern und zu erhöhen
  • Erhaltung und Pflege des Landschaftsbildes
  • Verringerung von Abfällen und Emissionen
  • Bewusstseinsbildung für umweltgerechtes Einkaufs- und Konsumverhalten
  • Nachhaltige Nutzung der lokal verfügbaren Energien
  • Verringerung des Energieverbrauches und Steigerung der Energieeffizienz
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